Donnerstag, 28. August 2014

27. August: До свидания MYPMAHCK! Auf Wiedersehen, Murmansk!

Heute reise ich auch schon wieder aus Murmansk ab. Es hat mir sehr gut gefallen, welch Wunder bei der Gastgeberin. Danke Olga!

Mein Motorrad steht auch noch komplett vor dem Haus. Ich habe sogar einen unverschlossenen Koffer drauf gelassen. Also auch das ein weiteres Märchen über Russland.

Als wir uns verabschieden, kommt noch ein junger Russe hinzu, der mich interessiert fragt, woher ich komme, wohin es weitergeht, was das für ein Motorrad sei, wie alt es ist usw. Er kann es fast nicht glauben, dass meine Super Tenere schon 23 Jahre alt ist. Diese kurze Begegnung zum Abschluss meiner kurzen Zeit in Murmansk spiegelt meinen Eindruck von Russland, im speziellen natürlich Murmansk, wie ich es gesehen habe wieder. Es sind sehr freundlich, interessierte Leute. Ganz das Gegenteil von dem was unser Vorurteil in Europa gegenüber Russen ist. Ich kann ohne wenn und aber sagen: dieser kurze Ausflug nach Russland war das absolute Highlight meiner Reise und wird nur noch schwer zu überbieten sein.

Mit einem weinenden Auge fahre ich aus der Stadt. Eines ist für mich klar: das wird nicht mein letzter Besuch in Russland gewesen sein! Hoffentlich finde ich irgendwann auch den Weg nach Murmansk nochmals.

Da es wieder regnet und die Strecke Richtung Süden eine einzige Autobahn ist, entschliesse ich mich zurück nach Ivalo in Finnland zu fahren. Von Murmansk muss ich dazu etwa 200 Kilometer durch eine fast menschenfreie Wildnis zurücklegen.
Es ist wunderschön wieder diese Weite zu spüren, wie ich es vor zwei Jahren schon auf der Canol Road North erfahren habe. Im Gegensatz zu der Strasse im Yukon ist dies hier eine Hauptstrasse. Der Zustand ist aber manchmal sehr schlecht. Riesige Schlaglöcher tun sich auf, und ich schaffe es einige Male nicht rechtzeitig auszuweichen. Nur keinen Platten! Das wäre jetzt so ziemlich das letzte was ich brauchen kann.

Durch die x-verschiedenen Zeiten die ich in den letzten zwei Tagen gehabt habe, bin ich immer noch ganz durcheinander. Doch ich gewinne beim Grenzübertritt nach Finnland wieder eine Stunde zurück.
Vor der Ausreise fülle ich natürlich nochmals meinen Tank, soviel wie nur reingeht. Der Preis für den Liter Benzin beträgt nur ca. 1 Franken. In Murmansk waren es sogar ca. 90 Rappen.

Die Ausreise aus Russland ist wieder sehr einfach und problemlos. Natürlich muss ich wieder alle Koffer öffnen, doch mehr als ein Alibi-Blick in mein Gepäck machen sie nicht.

Die Zöllnerin am finnischen Zoll fragt mich nach der grünen Versicherungskarte. Die hab ich jetzt ja. Sie sieht dann sofort, dass Russland durchgestrichen war und spricht mich darauf an, ob ich das gewusst hätte. Ich lache nur...

Finnland begrüsst mich wieder wie ich es verlassen habe - es schüttet in Strömen.

Ich fahre wieder nach Inari wo ich wieder meine Hütte von letztem Mal nehmen will. Etwas sagt mir aber dass ich den Campingplatz gleich daneben probieren soll. Hier bekomme ich eine schöne, grosse Hütte zum gleichen Preis. Ich werde wohl morgen einen Ruhetag einlegen.
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