Samstag, 20. September 2014

11.-13. September: Von Ost nach West durch Schweden - Ziel: Norwegen

Das Wetter ist gut weshalb ich Norwegen nochmals eine Chance geben möchte.

Ich fahre um Mittag rum los. Die Landschaft ist gleich und doch irgendwie anders. Die Häuser schauen teils etwas anders aus. Richtig herrschaftliche, grosse Bauten. Sie erinnern mich etwas an die großen Holzhäuser wie man sie von Mississippi aus Tom Sawyer und Huck Finn her kennt. Sowieso müssen viele Auswanderer nach Amerika aus diesen skandinavischen Staaten gekommen sein. Dies erklärt die gleiche Bauweise der Häuser. Ich nenne es mal "Dachlatten-Bauten".

Schon gegen Abend fahre ich an einem Werbebanner vorbei: Offroad Jamtland. Ich wende. Unten auf einem Bauerngut sehe ich dann endlich auch meine lange gesuchten "Lappländer", ein ehemaliges Militärfahrzeug ähnlich den Pinzgauer. Hier stehen gleich etwa 10 Stück.

Ich beginne die Portalachsen zu studieren und Fotos zu machen, als ein Pickup heranfährt. Der Besitzer.

Wir kommen schnell ins Gespräch und er zeigt mir zuerst mal den Luftball für das Zorbing. Dann fahren wir einen großen Teil seines Geländes ab. Ich sehe die tollsten Hütten. Ein Traum was der Mann sich hier erschaffen hat. Die beste Hütte wird wohl die, welche er gerade am umbauen ist: ein altes Bootshaus am Fluss. Die ganze Front lässt sich öffnen und man kann dann quasi von Bett aus 5 Angeln!

Nach mehr als anderthalb Stunden Quatschen und Besichtigen fahre ich dann weiter. Irgendwo vor Östersund fahre ich dann im wahrsten Sinne des Wortes in den Busch um zu Übernachten. Hoffentlich komme ich da morgen wieder raus ist mein letzter Gedanke vor dem Einschlafen...

In der Nacht hörte ich es zu meinem Schrecken dann auch Regnen. Das kann ja heiter werden!

Die Fahrt wird dann doch nicht ganz so schlimm. Ich fahre nochmals nach Östersund hinein. Einerseits um wiedermal richtig gut im McDonalds zu "dinieren" und um mal wieder Kontakt zur Außenwelt herzustellen. Bei der Gelegenheit kaufe ich mir auch gleich noch ein paar Trekkinghosen von Fjällräven. Meine Vaude sind überall durchgescheuert. Einen neuen Innenschlafsack und Flickzeug für meine Luftmatratze gibt's dann auch gleich noch. Ein teurer Tag.

Über die Halbinsel Frömso gelange ich nach Åre, dem berühmten Ski- und Downhillort. Von überall fahren die Downhiller runter. Ich überlege mir ob ich morgen ein Bike mieten soll. Es macht mich so an.

Dann erfahre ich, dass Morgen ein Downhill Rennen stattfindet. Das Rennen ist zwar erst am Sonntag, aber das Training kann ja auch interessant sein.

Nach mittlerweile einer Woche ohne Dusche (ich hatte ja aber den See), tue ich meinen Mitmenschen einen großen Gefallen und schlafe heute auf einem Campingplatz.

Das Training ist interessant, auch wenn ich bis auf zwei oder drei Fahrer nicht wirklich gute Fahrer sehe. Anscheinend zählt das Rennen zum Norwegen und Schweden Cup.

Ich fahre am späten Nachmittag weiter nach Norwegen. Einen Abstecher mache ich noch zu einem Wasserfall. Schön, aber nicht etwas das einem vom Hocker reisst.

Ja, Norwegen. Es begrüßt mich praktisch genau auf der Grenze wieder mit Regen...














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